Fußball als Weltsport

Fussball in HermsdorfAls ein paar begeisterte englische Studenten um das Jahr 1848 die ersten Regeln für das Fußballspiel aufgeschrieben haben, hatten sie sicherlich nicht im Sinn, wie viele Leute sich über genau diese Regeln noch die Haare raufen würden. Und als in dieser Zeit dann auch die ersten Vereine gegründet wurden, verbreitete sich der Fußball wie ein Lauffeuer über Europa und später, über die ganze Welt. Spätestens seit dem überraschenden Weltmeistertitel der deutschen Elf 1954 in Ungarn, welcher im Volksmund als das "Wunder von Bern" bezeichnet wird, hat der Fußball in Deutschland einen niemals mehr wegzudenkenden Status als Volkssport Nummer Eins eingenommen. Und heute fesselt dieser unglaublich beliebte Sport jedes Wochenende die Massen.

Warum ist Fußball in Deutschland so beliebt?

Rund eine Millionen Deutsche zieht es jedes Wochenende in die Stadien der Bundesligavereine, um ihre Mannschaft anzufeuern. Und wenn 2014 in Brasilien endlich wieder die Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen wird, geht eine Welle der Euphorie durch viele Länder der Erde. Im Vergleich zu jedem anderen Sportereignis, ist die Fußball WM mit Abstand das meist umjubelte. Und hier zu Lande gleicht es dann jedes mal einem Volksfest. Hunderttausende Fans versammeln sich zum Public Viewing alleine an der Berliner Siegessäule, um zusammen ihrer deutschen Elf in der Ferne beizustehen. Selbst nur mäßig begeisterte werden vom WM-Wahnsinn erfasst. Was für den Einen ein sinnloses Ballgetrete ist, ist für den Anderen der wahre Sinn des Lebens.

Die Euphorie um den Fußball nimmt immer weiter zu

Da er nach wie vor der beliebteste Sport der Deutschen ist, könnte man ihn getrost noch als diesen bezeichnen. Allerdings sorgt die ständig wachsende Geldmaschine Fußball leider für einen bitteren Beigeschmack. Die Preise für Eintrittskarten beispielsweise, haben sich in den vergangenen 15 Jahren bereits mehr als verdoppelt. Gerade bei gefragten Spielen steigen die Ticketpreise automatisch an. Für ein Spiel der Kategorie A, verlangt man schon mal eine saftigen Aufschlag. Ganz zu Schweigen von den Schwarzmarktpreisen, die teilweise mit einen Preisaufschlag von mehreren hundert Prozent angeboten werden. Man sollte meinen, einen der durchschnittlich 50.000 Sitzplätze, für sich ergattern zu können. Aber dies ist viel schwerer als man glaubt. Bleibt nur noch die Alternative Fernsehen. Aber hier haben die Geschäftemacher auch die Finger drauf. Die 1. Bundesliga, und viele Europapokalspiele sind nur über einen Privatsender zu empfangen, welcher pro Monat rund 40 Euro dafür fordert. Die großen Fußballfunktionäre sollten sich fragen, wie lange der Fan noch zuschauen wird, wie viele Preiserhöhungen und Unannehmlichkeiten er noch aushalten wird, bevor es ihm reicht. Denn ohne die Fankultur ist der Fußball auch nur ein Sport wie jeder andere auch.